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Mobilcom-Debitel oder wie man sich wirklich nicht mit Ruhm bekleckert

In den letzten Wochen musste ich wieder einmal erleben, welchen Stellenwert Kundenbetreuung in manchen Unternehmen einnimmt. Seit 1997, also schon seit recht langer Zeit, bin ich Mobilfunk-Kunde bei Debitel, heute Mobilcom-Debitel. Mein Handyvertrag läuft seit 1999 und hat mich also über einen langen Zeitraum stets und gut begleitet. Bisher war ich mit E-Plus sehr zufrieden und fühlte mich auch durch den Provider gut betreut. Aufgrund meines Arbeitsplatzwechsels vor knapp einem Jahr, bin ich nun aber in der misslichen Situation, mit E-Plus in Bad Berka leider keinen brauchbaren Empfang mehr zu haben.

Mit Lenin gefragt: „Was tun?“ – ist die Antwort doch recht einfach. Ein Netzwechsel muss her. Also war ich in einem Mobilcom-Debitel-Laden und habe mich nach der Möglichkeit eines Netzwechsels erkundigt. Antwort: „Geht nicht! Jedenfalls nicht während eines laufenden Vertrags. Sie müssen erst kündigen.“ Nun gut, also abwarten, bis das Vertragsende näher rückte. Den Vertrag habe ich fristgemäß gekündigt und gleichzeitig mitgeteilt, dass ich an einer Fortsetzung des Vertragsverhältnisses mit anderen Konditionen interessiert sei. Ich wollte zu D2 wechseln, meine Nummer behalten und ein neues Gerät erwerben. Eigentlich keine unerfüllbaren Wünsche. So dachte ich zumindest…

Servicewüste

Nun wenige Tage nachdem ich meine Kündigung losgeschickt hatte, rief mich auch ein freundlicher Mitarbeiter eines Erfurter Mobilcom-Debitel-Ladens an und wollte mir ein Angebot unterbreiten. Toll, dachte ich, das klappt ja wie gewünscht. Wir besprachen ein paar Optionen und er offerierte mir ein durchaus brauchbares Angebot. Unser Telefonat endete mit dem Versprechen, mir ganz schnell das gewünschte Angebot zuzuschicken und mich in einer Woche zur gleichen Uhrzeit zurückzurufen. Na, das funktioniert ja wirklich, dachte ich weiter und berichtete meiner Frau von dem erwünschten Angebot. Und dabei blieb es auch. Bis heute, fast vier Wochen nach dem Telefonat, warte ich noch immer auf das schriftliche Angebot und den Rückruf aus dem Mobilcom-Debitel-Shop. Da ich mir leider weder Namen noch Telefonnummer des Anrufes notiert hatte und auch nicht weiß, aus welchem Shop er anrief, war eine weitere Kontaktaufnahme unmöglich. Ich schaute mir das Schauspiel zwei Wochen an und wartete vergeblich auf irgendeine Info von Mobilcom-Debitel. Dann beschloss ich, die Sache einfach zu beenden.

Es geht auch anders

Ich ging einfach in den nächsten Laden meines bevorzugten Providers und erklärte dem freundlichen Verkäufer mein Anliegen. Dieser kümmert sich sehr fürsorglich um meine Wünsche und unternahm auch keinen Versuch, mir irgendwelche Tarifoptionen aufzuschwätzen, die ich nicht brauche. Stattdessen suchte er mir ein günstiges, passendes Angebot heraus, das ich haben wollte und stellte mir verschiedene Handys zur Auswahl. Letztlich habe ich damit genau den Vertrag mit den Leistungen, die ich brauche und das Gerät war auch noch rund 100 € günstiger. Und zufrieden bin ich damit auch.

Mobilcom-Debitel im Nachgang

Nachdem ich das Thema Mobilcom-Debitel für mich abgehakt hatte, erreichte mich vor wenigen Tagen noch ein Anruf des Unternehmens. Ein hektischer Callcenter-Mitarbeiter informierte mich darüber, dass mein Vertrag nun zur Verlängerung anstände und ich ein neues Gerät haben könne. Von meiner bereits erfolgten und bestätigten Kündigung wusste er offenbar nichts und auf meinen Hinweis, dass ich gekündigt hätte, wandte er nur ein, dass ich doch ein günstiges Gerät und eine Gutschrift erhalten könne. Erst auf meinen nochmaligen Hinweis der Kündigung begriff er, was los war, sagte schnell „danke“ und verabschiedete sich mit einem kurzen „Guten Tag“. Das war wohl der letzte Kontakt, den ich mit Mobilcom-Debitel hatte. An einem weiteren Kundenverhältnis besteht meinerseits kein Interesse mehr.

Fazit

Wer es als Mobilfunkanbieter in der heutigen Zeit nicht versteht, mit seinen Kunden vernünftig umzugehen, der sollte bald vom Markt verschwinden. Gerade dann, wenn die Kunden dem Unternehmen über viele Jahre verbunden waren und an einer Fortsetzung durchaus interessiert sind. Vielleicht war es einfach vermessen zu glauben, dass in der Servicewüste Besserung eingetreten sei…

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Kategorien:Das Leben
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