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Ein Neuanfang

Seit fast drei Wochen bin ich nun an meinem neuen Arbeitsplatz tätig. Am 1. September habe ich eine Position als „Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Presse“ in der Zentralklinik Bad Berka im grünen Herzen Deutschland, also mitten in Thüringen, übernommen.

Mit gespannter Erwartung und ein bisschen Wehmut an meinen alten Arbeitsplatz in Berlin habe ich mich auf den Weg gemacht, um etwas Neues kennen zu lernen. Viele Fragen standen im Raum: Was wird mich dort im Krankenhaus erwarten? Was werde ich für neue Kollegen haben? Wird der Übergang von der Politik zur Gesundheitsversorgung in einem modernen Großkrankenhaus zu schaffen sein?

Wie war der erste Eindruck? Überall bin ich freundlich und offen aufgenommen worden. Die Menschen, mit denen ich zusammentraf, waren interessiert an meinen Aufgaben und meiner „Herkunft“ aus dem „großen Berlin“ und dem doch irgendwie hier so fernen Bundestag. Überall stieß ich auf offene Ohren und interessierte Zusammenarbeit. Nicht selten hörte ich den Satz: „Schön, dass Sie jetzt hier sind. Ich habe so viele Ideen, die wir realisieren könnten.“ Offenbar besteht überall im Krankenhaus das Bedürfnis, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und die eigene Arbeit ins rechte Licht zu rücken.

Das ist gut so, denn so etwas kann nur in enger Kooperation und Ideenfindung – und realisierung geleistet werden. Viele Aufgaben stehen an: klassische Pressearbeit und Journalistenkontakte, Mitarbeit an Info-Broschüren und Koordinierung der Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur, Mitgestaltung des neuen Internet-Auftritts und des Umbaus des Intranets. Daneben noch Veranstaltungen, Grußworte, Briefe und nicht zuletzt auch die Mitbearbeitung von Beschwerden. Da kamen gleich ein paar alte Erinnerungen wieder hoch als ich noch für meine früheren Chefs Petitionen und Bürger bearbeitete und beantwortete. Da sag’ einer, Geschichte wiederholt sich nicht!

Gleich in meiner zweiten Woche hier in Bad Berka an der Zentralklinik hatte ich Gelegenheit, an einem Workshop des Bereichs Unternehmenskommunikation der Rhön-Klinikum AG im Herzzentrum Leipzig teilzunehmen. Auch hier fand ich gleich eine offene und entspannte Atmosphäre vor und ich wurde von den Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Krankenhäusern sehr freundlich und interessiert aufgenommen. Da gab es kein misstrauisches Beäugen, sondern eine positive Grundstimmung. Schnell hatte ich das Gefühl, zu dem Kreis von doch so unterschiedlichen Menschen aus allen möglichen Ecken Deutschlands dazuzugehören. Und im persönlichen Gespräch fand sich dann noch die eine oder andere Parallele zur eigenen beruflichen Herkunft.

Was wird die Zukunft bringen? Für die nächsten Tage stehen einige Veranstaltungen an, die noch vorbereitet werden müssen. Danach folgen zahlreiche Projekte in der Öffentlichkeitsarbeit der Zentralklinik, die bisher auf Eis lagen und nun realisiert werden soll. Das wird spannend und lässt noch Raum für eigene Ideen. Und dann kommen sicherlich noch 1001 Aufträge hinzu, die erledigt werden sollen, am besten gleich und zwar gestern! Auch da wird sicherlich so manche Parallel zur Arbeit in einem Abgeordnetenbüro auftauchen und ich werde bei mir denken: „Das kennst du irgendwie schon!“ Trotz alledem kommen spannende Zeiten auf mich zu.

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